Hochzeit in Moldawien

03.09.06

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Hier erfahrt Ihr mehr zu unserer kirchlichen Hochzeit in Chisinau (Moldawien), die wir am 03. September 2005 feierten.

 

der Tag begann mit einem Kniefall

die Kirche unserer Hochzeit

das Brautpaar mit ihren Nanas Mariana und Timm

Shtefan der Große (Nationalheld)

 

wir wollten nur noch fliegen vor Glück

Brautpaar mit Berliner Eltern Helene und Gerhard vor dem Restaurant VegaL

Empfang der Gäste und rote Rosen für die Braut

Deutsch-Moldawische Annäherung - bei lustigem Party-Spiel

Hotel Vila Verde

Weinkeller von Cricova

Orheiul Vechi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bulletWie der Tag begann - und wir obendrein zu Filmhelden avancierten ...
bulletIn Moldawien heiratet man nicht einfach - man inszeniert die Hochzeit, besser gesagt das Geschehen um die Braut und damit die wichtigste Person dieses Tages. "Folge den Regieanweisungen des Kameramanns und lass es einfach über Dich ergehen", wurde  dem Bräutigam aus beratenem Munde zugeflüstert, als gegen 9 Uhr morgens und damit gut vier Stunden vor der kirchlichen Zeremonie Scheinwerfer im Hotelzimmer aufgebaut, Lichtproben abgehalten und Stellproben anberaumt wurden. Unvermittelt fand sich das Brautpaar im wichtigsten Film ihres Lebens wieder - nämlich in ihrem eigenen Hochzeitsfilm. Nichts überließ die Crew dem Zufall, die Braut tanzte früh morgens ihren Schleiertanz und der Bräutigam fiel vor ihr auf die Knie. Warum erinnerte so vieles in diesen Stunden an die Tschechischen Märchenfilme aus Kinderzeit. Nur tauschten wir den weißen Schimmel zeitgemäß gegen eine Mercedes S-Klasse, aber sonst war alles wie damals. Am Ende bekam das wunderschöne Mädchen ihren kleinen Prinzen und sie lebten glücklich und zufrieden...

 

bulletKirche - wir heirateten in Moldawiens Hauptstadt
bulletIn einer orthodoxen Kirche zu heiraten ist sicher nicht nur wegen der schönen Ausgestaltung des Gotteshauses oder dem Gesang der Geistlichen ein Erlebnis. Auch die Zeremonie hat etwas ganz Besonderes. Das Geschehen rankt sich stets um das Brautpaar, wie z.B. der ausgiebige dreimalige Ringtausch oder die Kronen, die von besonderen "Kronenträgern" während der Trauung über den Köpfen der Brautleute gehalten werden. Am Ende wird die Familienikone geweiht und beim feierlichen Auszug aus der Kirche von den Brautleuten voran getragen - eingerahmt von den Nanas (so eine Art Paten der Eheleute, die fortan eine elternähnliche Stellung genießen und im weiteren Verlauf des Tages fast mehr Aufmerksamkeit genießen als das Brautpaar selbst).

 
bulletNach der Kirche und bevor alle ins Restaurant fuhren, wurden nicht nur die obligatorischen Hochzeitsfotos "geschossen" sondern zunächst am Denkmal des großen Nationalhelden Stefan cel Mare Blumen niedergelegt - so wie dies Generationen von Brautpaaren vorher getan haben.

 

bulletParty - ab 17 Uhr feierten wir im Restaurant Vega L
bulletDas Vega L ist ein Restaurant mit Tanzmöglichkeit und verfügt über einen großen Partysaal auf jeder Etage sowie eine großzügige Sommerterrasse, die in 2005 neu gestaltet worden ist. Es befindet sich im Stadtteil La Buicani in der Alba Iulia Nr. 7.  Eine der besten Live-Bands der Hauptstadt unterhielt die Hochzeitsgesellschaft neben üblicher Tanzmusik auch mit nationaler Folklore. Dies animierte auch den letzten Tanzmuffel schon nach kurzer Zeit zum mitmachen. Und es macht süchtig!  Alle amüsierten sich prächtig bis zum frühen Morgen.
bulletEine "Tamada" führte durch den Abend, begrüßte die Gäste, machte Ansagen in Reimform und organisierte auch so manchen Spaß.
bulletDie einheimische Küche verwöhnte  die Gaumen und Lilia`s Vater Stefan ließ es sich natürlich zudem nicht nehmen, seinen selbst gekelterten leckeren und süffigen roten Landwein auszuschenken. Angestoßen wurde natürlich auch mit Sektspezialitäten aus den Weinkellern Cricova`s  www.cricova.md wie dem würzigen Muskat.

 

bulletLand und Leute - was wir an Gastfreundschaft erleben durften        
bulletWo soll man anfangen, wo aufhören. Von der viel gelobten Gastfreundschaft lohnt es sicher zu berichten. Von dem einfachen Leben in Moldawien, welches geprägt ist von viel harter Arbeit und kargem Lohn. Von großen Gegensätzen zwischen arm und reich. Den guten Wein darf man natürlich nicht unerwähnt lassen, aber auch die Konflikte zwischen den ethnischen Gruppen und den Separatismus in Transnistrien gilt es zu erwähnen. Gehört er doch zu der jüngeren tragischen Geschichte eines kleinen, oft vergessenen Landes am Rande Europas. Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen möchte, dem seien die interessanten Seiten www.fhenrichfreise.de und www.tabibito.de/deutsch/balkan empfohlen. Und wer genug gelesen hat, bekommt vielleicht Lust dieses Land selbst zu entdecken.  Die "Schweiz des Ostens", wie man Moldawien schon früher gern nannte, ist besonders im Sommer und zur Weinlese im Herbst eine Reise wert...

 
bulletWeitere persönlichen Erlebnisse schildern wir in Kürze hier.

 

bulletWas fang ich an in diesem fremden Land - Tipps für Erstbesucher
bulletMoldawien ist zwar (noch) kein Reiseland wie Mallorca. Das Reisen ist aber grundsätzlich sicher und wer im Hotel wohnt, erspart sich die lästige Anmeldung bei der Polizei. Die "Schweiz des Ostens" ist nur so groß wie Hessen, produziert aber 4% (!) des weltweiten Weinaufkommens!  Veranstalter wie "Casa Vinului" bieten organisierte Weinreisen www.moldovawinehouse.com mit Unterkunft und Verpflegung. Wer eine Woche bleibt, kann auf diese Weise Land & Leute und die moldawische Kultur ein Stückchen näher kennen lernen. Auch die Haupstadt Chisinau bietet einiges Sehenswerte und günstige Restaurants mit ausgezeichneter Küche gibt es viele. Ausflüge nach Cricova (größter Weinkeller der Welt) oder Orheiul Vechi (berühmtes Höhlenkloster) runden den Aufenthalt ab.
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Auf den beiden Seiten Moldova Country Guid und Moldova Travel Infopage kann man  neben vielen Fotos auch weitere nützliche Informationen finden: Restaurants, Sprache, Geschichte Moldawiens, Natur, Wirtschaft, Kultur und vieles mehr. Und auf der engl. Seite Glemus - Travel Management in Moldova hat man die Möglichkeit unter der Rubrik "Travel Tipps" den Aufenthalt in Chişinău zu gestalten oder eine Fahrt zu einer der vielen Sehenswürdigkeiten  wie Ţipova, Orheiul Vechi, Soroca, Cojuşna, Saharna, Cricova und Milestii Mici zu planen.

 

bulletAnreise - Nützliches zum Thema Einreise, Unterkunft und Formalitäten
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Für die Anreise empfiehlt sich das Flugzeug zu nehmen. Halbwegs günstige Flüge gibt es täglich von vielen deutschen Flughäfen z.B. mit der MALEV via Budapest oder seit 2.07.05 mit CIRRUS Airlines direkt ab Frankfurt(Main). Bundesbürger erhalten das Einreisevisum direkt am Flughafen von Chisinau (Passbilder nicht vergessen!) oder man bestellt es bei der moldawischen Botschaft in Berlin (Gotlandstr. 16, 10439 Berlin, Tel 030.44652970 www.botschaft-moldau.de ) oder in Frankfurt (Adelheidstr. 8, 60433 Frankfurt a.M., Tel. 069.527808), was jedoch ca. zwei Wochen dauert und deshalb rechtzeitig erfolgen sollte (Kostenpunkt ca. 37 Euro). Den Visumsantrag kann man sich unter der deutschsprachigen Botschaftsseite Moldawiens (Stichwort Konsulardienste) bequem runterladen.

 
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Übernachten kann man  bereits in vielen erschwinglichen Mittelklassehotels mit europäischem Standard wie z.B. im Vila Verde www.vila-verde.md . Hier wohnten wir selbst und können den Service und die Freundlichkeit nur loben! Aber auch Appartements lassen sich recht günstig mieten unter www.moldova-travel.com/accommod/apartments.htm. Es gibt für jeden Geldbeutel und Geschmack eine passende Unterkunft - ihr werdet staunen über die vielen unterschiedlichen Angebote.

Eins der wenigen Bücher, welches sich mit Moldawien beschäftigt, ist    der Roman "Matchball in Moldawien" von Tony Hawks, der sich auf  liebenswerte Art mit dem Land, Ihren    Menschen und ihrer Seelenlage auseinandersetzt. Ein Reisebericht der etwas anderen Art aus einem wahrhaft exotischen Land - warmherzig, witzig und voller Humor.

 

 

 

   

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Stand: 03.09.06