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der Tag begann mit einem Kniefall
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die Kirche unserer Hochzeit
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das Brautpaar mit ihren Nanas Mariana und Timm
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Shtefan der Große (Nationalheld)
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wir wollten nur noch fliegen vor Glück
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Brautpaar mit Berliner Eltern Helene und Gerhard vor dem Restaurant VegaL
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Empfang der Gäste und rote Rosen für die Braut
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Deutsch-Moldawische Annäherung - bei lustigem Party-Spiel
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Hotel Vila Verde
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Weinkeller von Cricova
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Orheiul Vechi
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 | Wie der Tag begann - und wir
obendrein zu Filmhelden avancierten ...
 | In Moldawien heiratet man
nicht einfach - man inszeniert die Hochzeit, besser gesagt das
Geschehen um die Braut und damit die wichtigste Person dieses Tages.
"Folge den Regieanweisungen des Kameramanns und lass es einfach über
Dich ergehen", wurde dem Bräutigam aus beratenem Munde
zugeflüstert, als gegen 9 Uhr morgens und damit gut vier Stunden vor
der kirchlichen Zeremonie Scheinwerfer im Hotelzimmer aufgebaut,
Lichtproben abgehalten und Stellproben anberaumt wurden.
Unvermittelt fand sich das Brautpaar im wichtigsten Film ihres
Lebens wieder - nämlich in ihrem eigenen Hochzeitsfilm. Nichts
überließ die Crew dem Zufall, die Braut tanzte früh morgens ihren
Schleiertanz und der Bräutigam fiel vor ihr auf die Knie. Warum
erinnerte so vieles in diesen Stunden an die Tschechischen
Märchenfilme aus Kinderzeit. Nur tauschten wir den weißen Schimmel
zeitgemäß gegen eine Mercedes S-Klasse, aber sonst war alles wie
damals. Am Ende bekam das wunderschöne Mädchen ihren kleinen Prinzen
und sie lebten glücklich und zufrieden... |
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 | Kirche - wir heirateten in
Moldawiens Hauptstadt
 | In einer orthodoxen Kirche zu heiraten ist sicher
nicht nur wegen der schönen Ausgestaltung des Gotteshauses oder dem
Gesang der Geistlichen ein Erlebnis. Auch die Zeremonie hat etwas ganz Besonderes.
Das Geschehen rankt sich stets um das Brautpaar, wie z.B. der
ausgiebige dreimalige Ringtausch oder die Kronen, die von besonderen
"Kronenträgern" während der Trauung über den Köpfen der Brautleute
gehalten werden. Am Ende wird die Familienikone geweiht und beim
feierlichen Auszug aus der Kirche von den Brautleuten voran getragen
- eingerahmt von den Nanas (so eine Art Paten der Eheleute, die
fortan eine elternähnliche Stellung genießen und im weiteren Verlauf
des Tages fast mehr Aufmerksamkeit genießen als das Brautpaar
selbst). |
 | Nach der Kirche und bevor alle ins Restaurant
fuhren, wurden nicht nur die obligatorischen Hochzeitsfotos
"geschossen" sondern zunächst am Denkmal des großen Nationalhelden
Stefan cel Mare
Blumen niedergelegt - so wie dies
Generationen von Brautpaaren vorher getan haben. |
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 | Party - ab 17 Uhr feierten wir im Restaurant Vega
L
 | Das Vega L ist ein Restaurant
mit Tanzmöglichkeit und verfügt über einen großen Partysaal auf
jeder Etage sowie eine großzügige
Sommerterrasse, die in 2005 neu gestaltet worden ist. Es befindet sich im Stadtteil
La Buicani in der Alba Iulia Nr. 7. Eine der besten Live-Bands
der Hauptstadt unterhielt die Hochzeitsgesellschaft neben üblicher
Tanzmusik auch mit nationaler Folklore. Dies animierte auch den
letzten Tanzmuffel schon nach kurzer Zeit zum mitmachen. Und es
macht süchtig! Alle amüsierten sich prächtig bis zum frühen Morgen. |
 | Eine "Tamada" führte durch den Abend, begrüßte die
Gäste, machte Ansagen in Reimform und organisierte auch so manchen Spaß.
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 | Die einheimische Küche
verwöhnte die Gaumen und Lilia`s Vater Stefan ließ
es sich natürlich zudem nicht nehmen, seinen selbst gekelterten leckeren
und süffigen roten Landwein auszuschenken. Angestoßen wurde natürlich auch mit Sektspezialitäten
aus den Weinkellern Cricova`s
www.cricova.md
wie dem würzigen
Muskat. |
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 | Land und Leute -
was wir an Gastfreundschaft erleben durften
 | Wo soll man anfangen, wo aufhören. Von der viel
gelobten Gastfreundschaft lohnt es sicher zu berichten. Von dem
einfachen Leben in Moldawien, welches geprägt ist von viel harter
Arbeit und kargem Lohn. Von großen Gegensätzen zwischen arm und
reich. Den guten Wein darf man natürlich nicht unerwähnt lassen,
aber auch die Konflikte zwischen den ethnischen Gruppen und den
Separatismus in Transnistrien gilt es zu erwähnen. Gehört er doch zu
der jüngeren tragischen Geschichte eines kleinen, oft vergessenen Landes am
Rande Europas. Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen möchte,
dem seien die interessanten Seiten
www.fhenrichfreise.de
und
www.tabibito.de/deutsch/balkan
empfohlen. Und wer genug gelesen hat, bekommt vielleicht Lust dieses
Land selbst zu entdecken. Die
"Schweiz des Ostens", wie man Moldawien schon früher gern nannte, ist
besonders im Sommer und zur Weinlese im Herbst eine Reise wert... |
 | Weitere persönlichen Erlebnisse
schildern wir in Kürze hier. |
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 | Was fang ich an in diesem fremden Land -
Tipps für Erstbesucher
 | Moldawien ist zwar (noch) kein Reiseland wie
Mallorca. Das Reisen ist aber grundsätzlich sicher und wer im Hotel
wohnt, erspart sich die lästige Anmeldung bei der Polizei. Die
"Schweiz des Ostens" ist nur so groß wie Hessen, produziert aber 4%
(!) des weltweiten Weinaufkommens! Veranstalter wie "Casa Vinului"
bieten organisierte Weinreisen
www.moldovawinehouse.com
mit Unterkunft und Verpflegung. Wer eine Woche bleibt, kann
auf diese Weise Land & Leute und die moldawische Kultur ein
Stückchen näher kennen lernen. Auch die Haupstadt Chisinau
bietet einiges Sehenswerte und günstige Restaurants mit ausgezeichneter
Küche gibt es viele. Ausflüge nach
Cricova (größter Weinkeller der Welt) oder
Orheiul Vechi (berühmtes
Höhlenkloster) runden den Aufenthalt ab. |
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Auf den beiden
Seiten
Moldova Country Guid
und
Moldova Travel Infopage
kann man neben vielen Fotos auch weitere nützliche
Informationen finden: Restaurants, Sprache, Geschichte Moldawiens,
Natur, Wirtschaft, Kultur und vieles mehr. Und auf der engl. Seite
Glemus - Travel Management in Moldova
hat man die Möglichkeit unter der
Rubrik "Travel Tipps"
den Aufenthalt in Chişinău zu gestalten oder eine Fahrt zu
einer der vielen Sehenswürdigkeiten wie Ţipova,
Orheiul Vechi, Soroca, Cojuşna,
Saharna, Cricova und Milestii
Mici zu planen.
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 | Anreise - Nützliches zum Thema Einreise,
Unterkunft und Formalitäten
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Für die Anreise empfiehlt sich das Flugzeug zu
nehmen. Halbwegs günstige Flüge gibt es täglich von vielen deutschen
Flughäfen z.B. mit der MALEV via Budapest oder seit 2.07.05 mit CIRRUS Airlines
direkt ab Frankfurt(Main). Bundesbürger erhalten das
Einreisevisum
direkt am Flughafen von Chisinau (Passbilder
nicht vergessen!) oder man bestellt es bei der moldawischen
Botschaft in Berlin (Gotlandstr. 16, 10439 Berlin, Tel 030.44652970
www.botschaft-moldau.de
)
oder in Frankfurt (Adelheidstr. 8, 60433 Frankfurt a.M., Tel.
069.527808), was jedoch ca. zwei Wochen dauert und deshalb
rechtzeitig erfolgen sollte (Kostenpunkt ca. 37 Euro). Den
Visumsantrag kann man sich unter der deutschsprachigen Botschaftsseite
Moldawiens (Stichwort Konsulardienste) bequem runterladen.
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Übernachten
kann man bereits in vielen erschwinglichen Mittelklassehotels
mit europäischem Standard wie z.B. im Vila Verde
www.vila-verde.md .
Hier wohnten wir selbst und können den Service
und die Freundlichkeit nur loben! Aber auch Appartements lassen sich
recht günstig mieten
unter
www.moldova-travel.com/accommod/apartments.htm.
Es gibt für jeden Geldbeutel und Geschmack eine passende Unterkunft
- ihr werdet staunen über die vielen unterschiedlichen Angebote. |
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Eins der wenigen Bücher, welches sich
mit Moldawien beschäftigt, ist
der Roman
"Matchball in Moldawien" von Tony Hawks, der
sich auf liebenswerte Art mit dem Land, Ihren Menschen und ihrer Seelenlage auseinandersetzt. Ein Reisebericht der etwas
anderen Art aus einem wahrhaft exotischen Land - warmherzig, witzig und
voller Humor.
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